Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und wie immer entsandten die Schwarzen Raben ihre Boten aus um ihre Verbündeten, Brüder und Schwestern, sowie ihre Freunde an der Tafel der Raben zu wissen. Was uns noch mehr erfreute, war, dass alle unserem Ruf gefolgt waren. Auch wenn die Freie Frau Judith von Wurzelklang Ser Ottow von Erguel nicht begleiten konnte, war ihre Anwesenheit doch allgegenwärtig.
Die Pest – wie schon im letzten Jahr – nimmt sich was und wen sie kriegen kann. Deswegen fiel es uns auch nicht leicht eine Auswahl zu treffen, und wenn wir gekonnt hätten, wären es weitaus mehr Seelen gewesen, die wir an unserer Tafel hätten begrüssen wollen. Für uns – Die Schwarzen Raben – ist es wichtig, dass jeder einmal in den Genuss kommt den Göttern zu huldigen und das im Zeichen des Raben.
Das Staunen und Raunen, welches wie jedes Jahr durch den Gewölbekeller hallt, wenn die ersten Gäste das Nest erreichen, ist wie immer der grösste Lohn für unsere Mühen. Dafür bedanken sich die Schwarzen Raben und fühlen sich geehrt.
Zum diesjährigen Wikingermahl der Schwarzen Raben zählten: Midgard Ulf Kjeden, Ser Ottow von Erguel, Wannrich vom Buchsgau, Berbelin vom Hallinwilari, die Schildmaid Tarja, Zacharias der Korber, der Hauptmann Egalius vom Rumpel mit seiner Dame Vera, Baldur von Thule, Jonathan und Lavinia Ortiz, Selina und Jan-Daniel, das Klanoberhaupt vom Björns Klan Bär und sein Hexli, Mistila Raimunsdottir, unser Grillmeister René, Jan Beatson, sowie meine ehrenwerte Mutter und ihre Freundin mit Klein Jule.









Mir persönlich war es, und ich denke, ich kann da auch im Namen der Sippe sprechen, eine Ehre mit euch an der Tafel der Raben zu speisen.

Nachdem dann alle ihre Kehlen befeuchtet hatten und einen Sitzplatz ergattern konnten, begrüssten wir noch einmal unsere diesjährigen Gäste und eröffneten das Gelage.
Die Quatiersmeisterin und ihre eifrigen Helfer – Svala, Runa, Haldor und Mistila – zauberten wieder einmal ein Mahl auf die Tafel der Raben welches uns das Wasser im Munde zusammenlaufen liess. Der diesjährige RABENTOPF musste kurzerhand weichen, doch Dank des Gastgeschenks vom Björns Klan konnte jeder in den Genuss der RABENSEELE kommen und wie mir schien war diese eine gelungene Abwechslung und zeigte wieder einmal das Können und die Flexibiltät unserer Küche.
Egberts allseitsbeliebte Rippchen, sowie Würstchen und Stücke vom Federvieh, wurden ebenso verschlungen wie verschiedenste Salate und das eigens eingeflogene Brot mit Schriftzug. Auch der süsse Abschluss durfte nicht fehlen und so wurden verschiedene Kuchen und Apfelcreme aufgetischt, damit auch wirklich der letzte Magen gefüllt war.



Mit vollen Bäuchen und genügend Met in den Krügen kamen wir dann zu einem Punkt in der Edda der Raben, der für uns, sowie auch für Haldor Alexanderson, Neuland war. Seit der Gründung der Sippe im Frühjahr Zweitausendundzwanzig konnten wir nun unseren ersten JUNGEN RABEN in die Sippe aufnehmen und ihm den Ring der Raben überreichen. Die Schwarzen Raben riefen den Sippenschwur aus und nahmen Haldor so in ihre Mitte auf.
Willkommen – Bruder Haldor Alexanderson – mögen die Götter dich auf deinen Wegen stets begleiten und dir wohlgesonnen sein. Asa og vana – mein Freund. Asa og vana.

Dann wurde es mystisch. Die Jarla von Midgard Ulf Kjeden – Hyndla Adaya – hielt das alljährliche Samhain Ritual im Kreise aller Anwesenden mit Hilfe von ihrem Skalden Bombur und Ser Ottow von Erguel ab, um so den Ahnen und den verstorbenen ein weiteres Mal die Ehre zu erweisen. Ihre Trommeln liessen den Boden vibrieren und ihre Schläge spürten wir in unseren Herzen.
Mit jedem Schlag der Trommel spürte ich die Anwesenheit und die Heimkehr des Michaels. Der Mann, dem ich soviel zu verdanken habe und ohne den ich mit Sicherheit nie soweit gekommen wäre. Asa og vana – mein alter Knabe. Asa og vana.



Den Göttern gehuldigt, dem Bruder die Treue geschworen und gespeist wie in Walhalla, machten die Nordmänner, Nordmannsfrauen, Ritter und Hauptmänner nun das was sie am besten können – SAUFEN.
Die Krüge und Humpen wurden gehoben. Ein Metfass nach dem anderen wurde angestochen und Ser Wannrich vom Buchsgau zeigte uns mit Ser Ottow von Erguel, dass sie nicht nur wissen wie man ein Schwert führt, sondern auch wie man harmonisch miteiander musiziert.
Bis in die Nacht hinein wurden die Flaschen und Krüge geleert, gelacht und der ein oder andere «flache» Witz gerissen. Ja, wir hatten den Schalk im Nacken. Doch die Götter wollten es so.


Die Schwarzen Raben bedanken sich für dieses einzigartige Erlebnis und dass sie es mit euch geniessen konnten. Es wird weitergehen und bis dahin verbleiben wir – Die Schwarzen Raben – hochachtungsvoll und mit göttlichen Grüssen.
Jarl Kalle Michalson – Schwarze Raben

